Ablauf einer Insolvenz

Schritt 1:
Außergerichtlicher Einigungsversuch

Um ein Insolvenzverfahren beantragen zu können, muss zuerst ein außergerichtlicher Einigungsversuch mit der Unterstützung eines Schuldnerberaters durchgeführt werden.

Ich übernehme für Sie als Fachanwalt für Insolvenzrecht in Köln die Durchführung des außergerichtlichen Einigungsversuchs und schreibe Ihre Gläubiger an. Ich entwickle einen außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplan und verhandle mit Ihren Gläubigern über eine Stundung, einen Aufschub und einen Schuldenerlass.

Wenn der Einigungsversuch scheitert, weil nicht alle Gläubiger zustimmen, beantrage ich für Sie die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht in Köln. Das Gericht kann dann zunächst versuchen erneut einen Vergleich mit den Gläubigern im Rahmen eines gerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens zu schließen, um ein Insolvenzverfahren entbehrlich zu machen.

Außergerichtlicher Einigungsversuch

Schritt 2:
Gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren

Ist der außergerichtliche Einigungsversuch nur an der Zustimmung einiger weniger Gläubiger gescheitert, kann das Amtsgericht als Insolvenzgericht das gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren durchführen.

Als Ihr Schuldnerberater in Köln erstelle ich auch hierfür einen Schuldenbereinigungsplan.

Im Gegensatz zum außergerichtlichen Einigungsversuch bei dem alle Gläubiger zustimmen müssen, reicht es bei der Durchführung des gerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens aus, wenn die Mehrheit der Gläubiger nach Anzahl und Summen zustimmt.

Es kann dann die Zustimmung der ablehnenden Gläubiger durch einen Beschluss des Insolvenzgerichts ersetzt werden. Scheitert auch das gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren an der Ablehnung der Gläubiger entscheidet das Gericht über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Schritt 3:
Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Das Insolvenzverfahren wird auf Antrag eines Schuldners durch das Amtsgericht als Insolvenzgericht eröffnet.

Ich erstelle für Sie als Schuldnerberater in Köln den notwendigen Insolvenzantrag und vertrete Sie als Verfahrensbevollmächtigter im Insolvenzverfahren bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens beginnt eine 6-Jahre lange Wohlverhaltensphase.

Während der Dauer des Insolvenzverfahrens haben Sie absoluten Vollstreckungsschutz. Keiner Ihrer Gläubiger darf dann einen Gerichtsvollzieher beauftragen, eine Kontopfändung beantragen oder die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung von Ihnen verlangen. 

Sie erhalten dann auch keine Mahnschreiben mehr. Alle Gläubiger müssen sich an den Treuhänder wenden, den das Insolvenzgericht einsetzt.

Das Gericht bestellt einen Treuhänder, der alle Gläubiger über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens informiert. Der Treuhänder prüft die Forderungen aller Gläubiger und stellt die Berechtigung der einzelnen Forderungen fest.

Ein pfändbares Vermögen wird verwertet und zur Deckung der Verfahrenskosten und zur Gläubigerbefriedigung verwendet. Hier gelten die gleichen Regelungen hinsichtlich der Pfändbarkeit wie außerhalb des Insolvenzverfahrens.

Die Wohlverhaltensphase

Schritt 4:
Die Wohlverhaltensphase

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens beginnt eine Wohlverhaltensphase von 6 Jahren, in der der Schuldner seine Arbeitskraft bestmöglich einsetzen muss. Die Anforderungen entsprechen denen beim Bezug von laufenden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Hartz IV oder ALG 2). 

Das bedeutet in der Praxis: Bei Jobverlust müssen regelmäßig Bewerbungen geschrieben werden und jede zumutbare Stelle muss angenommen werden. Befolgt der Schuldner diese Spielregel nicht, kann ein Gläubiger beantragen, dass dem Schuldner die Restschuldbefreiung versagt wird, soweit durch die fehlenden Bemühungen die Befriedigungsmöglichkeit beeinträchtigt wurde.

Der pfändbare Einkommensanteil wird während der Dauer des Insolvenzverfahrens von dem Treuhänder eingezogen und an die Gläubiger nach Deckung der Verfahrenskosten verteilt. Die Höhe des Pfändungsbetrages richtet sich nach der Tabelle zu § 850c ZPO und entspricht den Beträgen, die auch außerhalb des Verfahrens gepfändet werden können.

Schritt 5:
Restschuldbefreiung

Nach Ablauf der 6-Jahre langen Wohlverhaltensphase entscheidet das Amtsgericht als Insolvenzgericht über die Erteilung der Restschuldbefreiung.

Die Insolvenzordnung sieht vor, dass die Restschuldbefreiung automatisch erteilt wird, wenn kein Versagungsgrund vorliegt und kein Versagungsantrag durch einen Gläubiger gestellt wird.

Durch den Ausspruch der Restschuldbefreiung werden alle Schulden, die im Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung bestanden haben, erlassen. Kein Gläubiger kann dann seine Forderung weiter gegen Sie verfolgen. Neue Schulden, die nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens (hoffentlich nicht) entstehen, sind hiervon jedoch selbstverständlich nicht umfasst.

Restschuldbefreiung
Rechtsanwalt Max Postulka - Schuldnerberatung, Insolvenzberatung und Scheidungsanwalt
Kanzlei Köln
  • Gürzenichstraße 21a-c, 50667 Köln
  • 022127129356
  • 022127129357
Kanzlei DÜSSELDORF
  • Königsallee 60F, 40212 Düsseldorf
  • 021188284192
  • 021188284193
Terminvereinbarung
Kanzleisitz:
Rechtsanwalt Max Postulka
Gürzenichstr. 21a-c
50667 Köln

Tel.: 0221 27129356
Fax: 0221 27129357