Ablauf der Scheidung

Ist eine Ehe gescheitert und die Partner wünschen eine Scheidung, so ist dies in der Regel der erste Schritt im Ablauf einer Scheidung. Bevor es jedoch zu einer rechtskräftigen Scheidung kommt, sind noch weitere Schritte notwendig, die nicht grundsätzlich den Beistand eines Scheidungsanwalts erforderlich machen.

Als Rechtsanwalt, der sich auf den Bereich Familienrecht spezialisiert hat, berate ich Sie in meiner Rechtsanwaltskanzlei gerne über den zu erwarteten Ablauf einer Scheidung in Köln und Düsseldorf.

Ein wichtiger Punkt während der Scheidung ist das Trennungsjahr. Dieses setzt der Gesetzgeber voraus, ehe der endgültige Scheidungstermin durch einen Rechtsanwalt beantragt werden kann. Parallel zum Trennungsjahr fordert der Scheidungsanwalt üblicherweise die für eine Scheidung benötigten Unterlagen zum Thema Versorgungsausgleich oder dem gemeinsam erwirtschafteten Vermögen an. Auch die Regelungen bezüglich Unterhaltszahlungen an Kinder oder den getrennt lebenden Ehegatten sind nicht selten ein wichtiger Bestandteil während des Ablaufs einer Scheidung.

Wie lange dauert ein Scheidungsverfahren?

Wie lange ein Scheidungsverfahren dauert hängt davon ab, ob es sich dabei um eine reguläre, strittige Scheidung oder eine einvernehmliche Scheidung handelt. Im Falle einer einvernehmlichen Scheidung benötigt man keine Durchführung eines Versorgungsausgleiches, da die Ehe noch keine drei Jahre gedauert hat oder eine Verzichtserklärung seitens eines Notars vorliegt. In diesen Fällen kann ein Scheidungsverfahren innerhalb von vier Monaten beendet werden. Doch auch mit einer Versorgungsausgleichdurchführung kann eine Scheidung zwischen vier und sechs Monaten vor Gericht abgeschlossen sein.

Anders sieht es bei strittigen Scheidungen aus. Schwierig wird es in Fällen in denen ein Rosenkrieg herrscht und nichts geregelt ist. In solchen Fällen können sich Scheidungen über mehrere Jahre hinweg ziehen.

Der Weg zum Scheidungsanwalt

Sobald ich alle Unterlagen und Informationen von Ihnen erhalten habe, kann ich für Sie einen Scheidungsantrag entwerfen und eine exakte Kostenberechnung durchführen. Dies ist für Sie bis hierhin kostenfrei und unverbindlich.

Wenn Sie mit dem Entwurf einverstanden sind, kann ich den Scheidungsantrag beim Familiengericht einreichen.

Auch bei einer einvernehmlichen Scheidung gilt ein Anwaltszwang. Das beutetet, dass die Scheidung nicht ohne einen Rechtsanwalt durchgeführt werden kann.

Das Familiengericht stellt den Scheidungsantrag an Ihren getrennt lebenden Ehegatten zu und lässt bei einer Ehedauer von mehr als 3 Jahren von der Rentenversicherung die Rentenanwartschaften ausrechnen, die Sie beide während der Ehe gesammelt haben. Diese Rentenanwartschaften von der Eheschließung bis zur Zustellung des Scheidungsantrages werden mit der Scheidung ausgeglichen, d. h. hälftig aufgeteilt. Das nennt man Versorgungsausgleich.

Scheidungsanwalt Koeln
Anwalt Scheidung Koeln

Versorgungsausgleich bei einer Scheidung

Die Rentenanwartschaften sind bei den Ehegatten häufig unterschiedlich hoch. Meistens hat die Person eine geringere Anwartschaft, die aufgrund der Erziehung von Kindern eine geraume Zeit keiner Arbeit nachgegangen ist. Oder eine der beiden Ehegatten war für eine längere Zeit arbeitslos oder eine der beiden Personen war im öffentlichen Dienst tätig. Ein Versorgungsausgleich gleicht eben diese Unterschiede aus. Das Ergebnis eines Versorgungsausgleiches ist, dass jeder Ehegatte eine gleich hohe Altersversorgung aus der Ehezeit hat.

In den Versorgungsausgleich fallen auch die Rentenanwartschaften, welche die Eheleute während der Trennungszeit erworben haben. Es findet kein Versorgungsausgleich bei Fehlverhalten statt, das heißt, wenn der eine Ehepartner den anderen massiv bedroht und verletzt hat und auch im Falle einer kurzen Ehe, die höchstens drei Jahre gedauert hat, wird ein Versorgungsausgleich nur auf einen gesonderten Antrag hin durchgeführt, da die auszugleichenden Anwartschaften dann regelmäßig nur sehr gering sind.

Der Scheidungstermin

Der Scheidungstermin dauert bei einer einvernehmlichen Scheidung nur wenige Minuten, da das gesamte Verfahren schriftlich vorbereitet wird.

In dem Termin werden beide Ehegatten lediglich befragt, ob sie bereits seit einem Jahr getrennt leben und geschieden werden möchten. Es ist nicht erforderlich den Scheidungswunsch zu begründen. Wie bei der Eheschließung reicht ein einfaches:

Ja, ich will.

Der Scheidungsbeschluss

Im Anschluss an die Anhörung wird die Scheidung mündlich verkündet. Es ergeht dann ein schriftlicher Beschluss, der per Post zugestellt wird. Die Scheidung wird dann nach Ablauf eines Monats rechtskräftig.

In einem einvernehmlichen Scheidungsverfahren geht es nicht um Fragen des Unterhalts oder der Aufteilung des Hausrats aus der Ehewohnung. Auch das Sorgerecht für gemeinsame Kinder wird nicht berührt. Diese Punkte können Sie mit Ihrem Ehegatten selbst oder mit meiner Unterstützung außergerichtlich und einvernehmlich regeln.

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Rechtsanwalt Max Postulka - Schuldnerberatung, Insolvenzberatung und Scheidungsanwalt
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